Freitag, 30. Juli 2010

Diese Bärendame hatte sich meine Schwester schon vor Monaten bei mir gewünscht aber irgendwie war mir in der Hälfte die Lust vergangen. Wie das halt manchmal so ist. Die Einzelteile fristeten ein UFO Dasein in einer meiner Wollkisten, bis ich sie die Tage mal wieder entdeckte und jetzt ist sie endlich fertig.

Die Anleitung ist aus dem Buch "Care Bears - Crochet Charakters"

Dann habe ich noch einen Kopfhörer - Wal gehäkelt, für meine andere Schwester. Sie hatte vor kurzem Geburtstag und wünscht sich einen selbstgenähten Wäschekorb von mir. Da wir noch keine Zeit gefunden haben, gemeinsam die Stoffe auszusuchen, wird das noch ein bischen dauern. Bis dahin also erstmal den Wal für ihre Kopfhörer.




Ich habe ihn "frei Schnautze" gehäkelt, aber es gibt auch eine Anleitung bei Roman Sock.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Reisebericht

Nachdem mein Schatzi am Freitag Abend noch ein Konzert mit seiner Band Godslave gespielt hatte und erst um 3.00 Uhr Nachts total geschafft zuhause ankam ging es dann am Samstag nach einem gemütlichen Frühstück gegen 10.00 Uhr los Richtung Meer. Naja, erstmal Richtung Urlaubsstau auf Deutschlands Autobahnen :-(



Doch sobald wir Österreichs Landstrassen erreicht hatte, fuhr es sich richtig schön. Und spätestens ab den Alpen im wunderschönen Slowenien stellt sich dann auch das "Wir sind im Urlaub"-Feeling ein. Da störte es auch nicht weiter, dass unser Auto CD player kein Radio hat.  Pünktlich zu den letzten 5 Minuten des Fußballspiels kamen wir in Tolmin an und aßen ersteinmal eine wohlverdiente Pizza!



Entsprechend spät kamen wir im Camp Vili, unserem slowenischen lieblings Camp, an. Gott sei Dank sind wir stolze Besitzer eines Quechua 3 Secunds Air Zeltes, das baut sich netterweise ganz alleine auf.

Hier bei Vili trafen wir uns dann mit 2 befreundeten Pärchen, die bereits seit einer Woch hier waren, um aufs Metalcamp zu gehen. (Hatte bei uns leider nicht geklappt in diesem Jahr.) Allerdings erst am nächsten Morgen, denn als die 4 nach der letzten Band kamen, schlummerten wir schon seeligst.

Den Sonntag verbrachten wir dann größtenteils im Auto, auf der Fahrt von Tolmin in Slowenien zu Camp "Ciste" in der Nähe von Drvenik in Kroatien. Was mir bei der tollen "Karl May" Landschaft und dem Serpentinen-Fahren auf Mini - Schotter - Strassen aber sehr viel Spaß machte. Nachdem sich unser Zelt wieder selbst aufgebaut hatte gabs dann wieder die letzten Minuten des Fußballspiels und dann: Endlich ab ins MEER! Camp Ciste liegt in einem Pinienwäldchen, direkt an der Küste, von unserem Zelt bis zum Wasser gerade mal 2 Minuten! Toller Campingplatz, sehr zu empfehlen. Kommentar von Kirsti zu den Zikaden Konzerten in den Pinien:

"Mann, die Bäume hier sind aber mal laut!"



Der Masi am Meer...

Für Montag war dann auch gleich der erste Ausflug geplant. Nach einem oppulenten Frühstück mit lecker frischem obst und nicht ganz so lecker kroatischem Brot (das können wir Deutschen einfach vieeeeel besser) gings auf nach Mostar in Bosnien - Herzegowina. In der Neustadt herrscht der deutliche Kontrast zwischen Neugebautem und Ruinen vor. Da stehen Modernste Hochhäuser zwischen zerbomten Ruinen, aus denen Bäume wachsen.


Besonders sehenswert ist die Altstadt mit der Alten Brücke, die sich über den Neretva spannt.



Leider ist man hier sehr auf den Tourismus eingestellt, es gibt fast nur Souvenir Shops, die alle das gleiche anbieten. Doch ich habe den Laden einer jungen Frau entdeckt, die Selbstgehäkeltes und selbstgemachte Perlen verkaufte und mir für gerade mal 5 Euro eine wunderschöne Häkelkette mit selbstgedrehten Glasperlen gekauft.

Auf dem Rückweg machten wir Station an der Quelle der Buna. Das ist ein Zufluss des Neretva, der hier in einer Höhle entspringt. Seine Quelle ist eine der särksten in Europa, es fließen hier 43.000 l Wasser pro Sekunde aus dem Fels! Und dieses Wasser hat gerade mal 10 ° C.

von Wikipedia


Direkt an die Felswand hat ein türkischer Sultan im 16. Jh ein Derrwish Kloster gebaut. Das haben wir natürlich auch besichtigt und wir Frauen durften uns mit Wickelröcken und Kopftuch verkleiden ;-)

Abends war Grillen angesagt, auf meiner neuesten Errungenschaft:

einem Campinggaskocher von Fritzberger
Das Teil ist der Hammer! Supieinfach und schnell aufgebaut und lässt sich zum Ufo zusammenlegen. (Nein, ich bekomm leider keine Provision... Warum eigentlich nicht??) Viel besser als der alte Wackelkocher, von dem mir ständig die Raviolidosen geplumpst sind.

Am Dienstag ging es dann per Auto-Fähre zur "Lavendel-Insel" Hvar. Zunächst durfte ich wieder Land"gässchen" fahren, um die Insel mit ihrer herrlichen Landschaft zu erkunden.



Ich ärgere mich nur immer, dass Fotos aus dem Auto herraus nie was werden. Schade.




Aber dafür gibt es welche aus den engen Gässchen der Altstadt!

Hier in Kroatien findet man an jeder Landstraße Stände, an denen man frisches Obst kaufen kann. Und auf Hvar natürlich auch Lavendel und Wein. Wir hielten an einem kleinen Hof um Rotwein zu kaufen. Der alte Herr des Hauses bestand darauf, das wir Mädels, die von den Männers zum "Shoppen" geschickt wurden, erstmal die Qualität prüfen. Obwohl wir uns zu zweit ein halbes Glas teilten hat mich der schwere, süße Rotwein bei den 38 ° C umgehend aus den Socken gekippt. Abba Lecker wars! Und einen wundervollen Desertwein musste ich auch unbedingt mitnehmen (ja, auch schon bevor ich den anderen probiert hatte *ggg*).

Da musste der Masi dann weiterfahren, während ich meinen Kreislauf mit geschmolzenen Doppelkeksen stabilisiert habe....

Abends gings im Mondschein nochmal ins Meer und dann wurde der Rotwein genossen.

Dementsprechend wurde es etwas später, bis wir Mittwochs morgens, nja... Mittags... unsere Zelte verpackt hatten und uns von Camp Ciste verabschiedeten. Aufi gings, mit der Autofähre auf die Insel Korcula.



Wieder ein schöner Campingplatz mit Zugang zum Meer, allerdings nicht so schön klein und idyllisch wie Ciste. Am Abend fuhren wir mit einem Wassertaxi in die Altstadt von Korcula. Wunderschöne, malerische Gässchen, alte Kirchen und eine tolle Aussicht aufs Meer.



Ich habe einen genialen Oktopussalat gegessen mit kühlem, weißem "Kortschulansko" und zum Abschluss gabs noch eine runde Cocktails in einer Strandbar. Der Himmel alleine weis, wie wir sechs zu Fuß den Rückweg zum Zelt gefunden haben... na, vielleicht hat das Zelt ja auch uns gefunden, wo es sich ja schon alleine aufbaut... mhh...


Donnerstags wurden die Zelte dann schon wieder eingepackt.

Zunächst nach Ston, wo wir uns bei gefühlten 100 Grad  Mittagshitze die längste Festungsmauer Europas ansahen. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so geschwitzt!
Aber es hat sich absolut gelohnt, die Aussicht auf die Altstadt ind die Salzfelder ist umwerfend!



Und es ging weiter zu unserem südlichsten Ziel, Camp Pod Maslinom, 3 km vor Dubrovnik. In einem Wald aus Johannisbrotbäumen, Lorbeerbäumen und Pinien versteckt hat jeder seinen eigenen kleinen Zeltplatz. Allerdings hat der Campingplatz einen kleinen Haken: die 300 m bis zum Strand sind Höhenmeter, man muss Serpentinen laufen um ans Meer zu kommen. Was uns natürlich nicht abhalten konnte! Hier am Meer gibt es sogar kleine Höhlen im Fels, in die man reinschwimmen kann und wir haben das Wasserballfeld für uns entdeckt. Mann, ist das anstrengend! Aber es macht super viel Spass!

Abends hatten wir ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art. Wir erkundigten uns beim Camp-Verwalter, ob es denn in der Nähe ein Restaurant gebe. Der empfahl uns dann eines, nur 3 km entfernt. Aber wir wollten doch eigentlich zu Fuß gehen und nicht schon wieder ins Auto. Problem? Iwoh! Diese Gaststätte hat einen "Limosinenservice".

In einem uralten, fast schon antiken ...nennen wir es netterweise Rostlaube... ging es im ersten Gang mit 160 km/h über eine etwa 2,50m breite Küstenstraße mit Gegenverkehr zum Restaurant... im Dunkeln Gott sei Dank!

Ja, wir haben überlebt und auch gar nicht weiter über den Rückweg nachgedacht, sondern uns lieber über das köstliche - und Geldbeutelschonende- Essen hergemacht.



Ein Traum an Meeresbewohnern landete auf unseren Tellern. Dazu diemal aber nur Wasser ;-)

Nachdem wir gezahlt hatten und auf unseren Chauffeur warteten kredenzte man uns eine Flasche ohne Etikett sowie 6 Wassergläser mit Eis... echter selbsgebrannter Slivovic! Da war es dann vorbei mit der Enthaltsamkeit... ein Traum von Schnaps!


...und die Rückfahrt kam mir auch nur noch halb so abenteuerlich vor.


Freitags war dann die Altstadt von Dubrovnik an der Reihe. Natürlich haben wir die Tour über die Stadtmauer gemacht!



Und natürlich gegen 14:00 Uhr, der heißesten Zeit des Tages. Es muss sich ja auch lohnen, Frau ist schließlich Outdoor und hart wie Saarstahl.

Umso angenehmer war es dann im klimatisierten maritimen Museum und im kulturhistorischen Museum.



Zum Abschluss gabs noch eine Bootstour auf einem Holzschiff. Superschön und soo entspannend....

Samstags wurden die Zelte zum letzen Mal eingepackt und wir fuhren die Küste hoch zu unserem Domiziel für die zweite Woche: einer Ferienwohnung in Raslina in der Nähe von Sibenik.




Den Sonntag verbrachten wir dann am Strand und fuhren am Abend nach Sibenik.




Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang auf der Burg gings in die Altstadt, zum Essen.

Am Montag gabs ein Tourismus Highlight: Den Krka Nationalpark.



Leider habe ich nicht viele schöne Fotos machen können, die Menschenmassen schoben sich mir ständig vor die Linse. Aber es war toll! Libellen und Fische wohin das Auge blickt, tolle Wasserflächen, herrliche Wasserfälle!

Nach der antrengenden Wanderung im Park war für Dienstag dann ein Strandtag angesetzt.





Und am Abend einen Abstecher nach Trogir, Altstadt bewundern und chic Essen gehen.

Die letzte Altstadt, die wir uns ansahen war dann am Mittwoch Split. Ein absolutes Highlight, mit den vielen römischen Einflüssen und dem Diocletian - Palast!



Als Saarländer kennt man sich ja mit römischer Architektur ein bischen aus und wir konnten eine Menge entdecken.

Am Donnerstag gabs dann noch einmal ein Touri - Highlight: Wir schoben uns mit tausenden Touristen aus aller Herren Länder durch den National Park Plitvicer Seen.



Bei einer 6 stündigen Wanderung über Holzstege und Serpentinen-Pfade mit kleiner Bootstour erkundeten wir die Landschaft mit ihren Seen und Wasserfällen.  Die Strecke ist sehr angenehm zu gehen, trotz der Höhenmeter, die man zurücklegt, da sie immer am Wasser vorbeiführt und durch die duftenden Bäume und Sträucher auch fast vollständig im Schatten liegt.



Absolut sehenswert und sehr zu empfehlen, allerdings bestimmt viel schöner, wenn man nicht zur Hochsaison hinfährt sondern etwas mehr Ruhe hat.

Den Abend haben wir dann in der Ferienwohnung genossen, total platt.

Freitags ließen wir unseren schönen Urlaub dann nochmal am Strand ausklingen und Abends wurde lecker gegrillt.

Und dann wars auch schon vorbei. Samstags hieß es dann Abschied nehmen vom Meer, dem Duft nach Rosmarin und Lavendel und den "lauten Bäumen" und nach Hause fahren. Nach kleinem Stop in Österreich erreichten wir Sonntags Morgens um 5:00 Uhr das 7°C kalte, verregnete Saarbrücken und erlebten zum Abschied noch eine kleine Überraschung:

Unser Mehrfamilien - Mietshaus wird seit Monaten renoviert, unter anderem komplett neu gedämmt, neue Fenster, neues Dach... So wurde vor Wochen auch eine neue Haustür eingebaut und irgendwann in den letzten zwei Wochen hat man sich entschlossen, passen zur neuen Haustür, auch neue Schlösser einzubauen. Sprich: Der Schlüssel passte nicht mehr! "Sind wir irgendwo falsch abgebogen???"

Ein Telefonat per Handy mit der Notfall-Reparatur-Hotline brachte nur weiteren Frust ("Ich kann ihnen ja jetzt nicht das alte Schloss wieder einbauen, da brauchen sie einen neuen Schlüssel! - ACH?!) aber man ist ja erfinderisch und kann sich in fremde Menschen hineinversetzen.... Sie werden den Schlüssel doch wohl nicht in den Briefkasten, den man nur von Innen öffnen kann...? OH DOCH!

Gott seis gepriesen hat die Kirsti eine Häkelnadel im Reisegepäck und der Masi schafft es, den Schlüssel aus dem Briefkasten zu angeln. Na dann: Nix wie in die Heia!

PS: was ich während der vielen Zeit im Auto mit der Häkelnadel geschafft habe werde ich dann demnächst noch zeigen.